Behindertengerechter Sonnenschutz

Bei der Einrichtung einer behindertengerechten Wohnung müssen viele Dinge berücksichtigt werden: Stufen und Treppen müssen überwunden, Türen eventuell verbreitert werden, im Sanitärbereich können spezielle Hebevorrichtungen in Dusche oder Badewanne das Ein- und Aussteigen erleichtern, Betten können mit motorengesteuerten Lattenrosten ein müheloses Aufstehen oder Aufrichten ermöglichen und mögliche Unfallquellen wie Kabel, hohe Regale oder hervorstehende Griffe sollten möglichst beseitigt werden.

Ist die Bewegung eines Menschen sehr stark eingeschränkt, helfen ferngesteuerte Bedienungen, alltägliche Handlungen und Abläufe dennoch selbst zu meistern. Das kann schon manchmal schwierig sein, wenn es nur darum geht, z. B. am Morgen die Vorhänge aufzuziehen oder am Morgen zu schließen. Vom Rollstuhl aus können Gardinen oder Vorhänge an deren Stange nur schwierig bewegt werden, wenn keine Hilfsmittel wie Schleuderstäbe oder Zugschnüre zur Verfügung stehen. Noch einfacher und funktioneller lässt sich allerdings dieses Problem mit modernen Sonnenschutzanlagen lösen, die sich mit der erforderlichen Elektrik ausstatten lassen. So können z. B. Rollos, Plissees, Lamellenvorhänge oder auch Jalousien mit einem kleinen Elektromotor gekoppelt, bzw. ein solcher unsichtbar integriert werden, der per Fernbedienung oder auf Knopfdruck das Tageslicht und die Sonneneinstrahlung reguliert. Das ist dann vom Rollstuhl aus ebenso möglich wie vom Bett oder von der Couch. Noch komfortabler läuft die Bedienung, wenn der Motor durch Licht- oder Wärmesensoren gesteuert wird, so dass sich am Morgen und am Abend oder auch bei steigender Zimmertemperatur in den Sommermonaten Rollos, Plissees oder Lamellenvorhänge automatisch den Bedürfnissen der Bewohner anpassen.

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